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Kompetenzen

SFIA-Kompetenzen beinhalten die folgenden Referenzmerkmale:

Bezeichnung der Kompetenz

Die für normale Referenzzwecke verwendete Bezeichnung.

Kompetenz-Code

Ein eindeutiger Code als Referenz

Allgemeine Beschreibung

Eine umfangreiche Definition der Kompetenz, ohne Bezug auf die Ebenen, auf denen sie angewandt werden könnte.

Beschreibung der Ebene

Definitionen der Kompetenz für jede Ebene, auf der sie ausgeübt wird. Die Formulierung erleichtert ihre Verwendung als Fachkompetenzen.

      

~ BEISPIEL EINES KATALOGEINTRAGES

Bezeichnung der Kompetenz

Digitale Forensik

Kompetenz-Code

DGFS

Allgemeine Beschreibung

Sammlung, Bearbeitung, Speicherung, Analyse und Präsentation von computerbezogenen Beweisen zur Unterstützung der Beseitigung von Sicherheitslücken und/oder Ermittlungen in Bezug auf kriminelle Aktivitäten, Betrug, Spionage oder Strafverfolgung.

Beschreibung der Ebene

Ebene 6: Legt Strategien, Standards und Richtlinien zur Durchführung von digitalen forensischen Untersuchungen innerhalb des Unternehmens fest. Leitet und managt komplexe Ermittlungen, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Spezialisten. Autorisiert die Herausgabe von formalen forensischen Berichten.

Ebene 5: Führt Ermittlungen durch, um digitale Beweise korrekt zu sammeln, zu analysieren und Unternehmen und rechtlichen Autoritäten zu präsentieren. Stellt Schlussfolgerungen und Empfehlungen zusammen und präsentiert forensische Ergebnisse gegenüber Stakeholdern. Trägt zur Entwicklung von Methoden, Standards und Richtlinien bei.

Ebene 4: Trägt zu digitalen forensischen Untersuchungen bei. Bearbeitet und analysiert Computer-Beweise in Übereinstimmung mit Methoden, Standards und Richtlinien forensischer Befunde und Berichte.

 

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen einer Kompetenz und einer Stellenbeschreibung zu begreifen.

SFIA wird weithin zur Bewertung bestehender Fähigkeiten auf der individuellen sowie der Unternehmensebene verwendet. Das Framework selbst bietet keine Anweisungen für die Verbesserung bestimmter oder spezifischer Kompetenzkombinationen, über die ein Einzelner oder ein Unternehmen verfügen sollten. Der Kontext ist bei der Verwendung eines jeden Frameworks wichtig und es ist entscheidend, die Bedürfnisse des Unternehmens zu kennen und zu verstehen und die Kompetenzen nicht isoliert anzuwenden, um eine einzelne Stellenbeschreibung zu erstellen. Die spezifische Mischung wird sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden.

SFIA versucht nicht, alles abzudecken, was eine einzelne Person eventuell wird tun müssen, und es beschreibt auch keine Produkt- oder technologiespezifischen Kompetenzen, Kenntnisse, Branchenerfahrung oder Qualifikationen. Man kann zum Beispiel entscheiden, dass ein Service Desk Manager sich mit einem bestimmten Prozess-Framework (wie z. B. ITIL oder COBIT) und den spezifischen Service Desk Tools, die in diesem Unternehmen verwendet werden, auskennen sollte. Vielleicht braucht man für diese Position auch bestimmte Branchenerfahrung, Sicherheitsfreigaben und Qualifikationen.

In diesem Beispiel würde man SFIA nutzen, um die allgemeine Verantwortungsebene (Autonomie, Einfluss, Komplexität und Geschäftskompetenzen) und die identifizierten SFIA-Kompetenzen zu beschreiben. Bei diesen kann es sich in diesem Fall z. B. um Kunden-Service-Support (CSMG) auf Ebene 5, Verbesserung von Geschäftsprozessen (BPRE) auf Ebene 5, Beziehungsmanagement (RLMT) auf Ebene 4, IT-Management (ITMG) auf Ebene 5 und Incident Management (USUO) auf Ebene 5 handeln.

Wissen Berufliche Kompetenzen Verhaltens- Kompetenzen Erfahrung Qualifikationen

In den meisten Unternehmen beinhalten Stellenbeschreibungen eine Anzahl verschiedener Aspekte beruflicher Fähigkeiten. Normalerweise beinhalten diese:

Berufliche Kompetenzen

  • SFIA definiert berufliche Kompetenzen

Verhaltenskompetenzen

  • Die meisten Unternehmen definieren eine Reihe von Verhaltenskompetenzen, die in Stellenbeschreibungen verwendet werden. Diese unterscheiden sich erheblich zwischen den einzelnen Unternehmen.
  • Manche Unternehmen nutzen die allgemeinen Definitionen der SFIA-Verantwortungsebenen, um diesen Bereich abzudecken oder dazu beizutragen, da sie viele Aspekte enthalten, die oft als Verhaltens-Kompetenzen angesehen werden, wie z. B. Einflussnahme, analytisches Denken, Delegieren, mündliche und schriftliche Kommunikation und Präsentationskompetenzen.

Wissen

  • Technologien, Produkte, interne Systeme, Services, Prozesse, Methoden und sogar Gesetzgebung sind allesamt Beispiele für Bereiche, in denen Fachleute, die in der Branche arbeiten, über Wissen verfügen müssen.
  • Ein Teil des Wissens wird durch Training und das Erreichen von Qualifikationen und Zertifikaten erlangt. Eine steigende Anzahl an Studiengängen, Training, Veranstaltungen und anderen Mechanismen zur Erlangung von Wissen wurden an SFIA angepasst, um eine Angleichung der benötigten beruflichen Kompetenzen zu gewährleisten.

Erfahrung und Qualifikationen

  • Erfahrung demonstriert die Fähigkeit, Wissen anzuwenden und Ergebnisse in der Praxis zu erzielen.
  • Qualifikationen zeigen, dass eine Person erfolgreich eine Prüfung oder eine andere Form der Bewertung durchlaufen hat und über Lehrbuchwissen zu einem bestimmten Bereich verfügt.
  • Die Beschreibungen der Kompetenzen auf den verschiedenen Ebenen im SFIA beziehen sich auf die Erfahrung, die eine Person auf dieser Ebene hat.
  • Die Anpassung von Qualifikationen an SFIA zeigt potentiellen Bewerbern den Nutzen und die Relevanz der Qualifikation auf. Die Lernziele können den in SFIA-Begriffen formulierten CPD-Zielen zugeordnet werden. Die Verwendung von SFIA durch Vergabegremien, um zu bestimmen, ob eine Person den erforderlichen Ansprüchen entspricht, nimmt ebenfalls zu.

Die Entwicklung oder Revision von Unternehmens- und Stellen-/Rollenbeschreibungen kann durch SFIA erheblich vereinfacht werden. Fehler sind dabei allerdings nicht auszuschließen, wie z. B. die fälschliche Annahme, SFIA-Kompetenzen oder -Kategorien sich auf bestimmte Einheiten, Abteilungen, Teams oder Stellen innerhalb von Unternehmen beziehen. SFIA beschreibt weder Rollen noch Stellen oder Unternehmenseinheiten. Aber SFIA bietet Bausteine an, um diese zu erstellen. SFIA enthält weder Vorlagen noch Beispiele oder Vorschläge zur Erstellung von Unternehmensstrukturen.